German
English

Gefriertrocknung

Normalerweise ist bei einem Tierpräparat nur die Außenhülle (beschuppte, behaarte oder befiederte Haut) original, Fleisch, Knochen bzw. Gräten werden durch eine geschnitzte oder gegossene Form ersetzt.

Doch wie werden Präparate angefertigt, die nicht oder nur teilweise entfleischt werden können? Das weiche Bastgeweih eines Hirsches, eine Rehperücke, die Kopfpartie eines Fisches, ein Frosch oder eine Echse würden beim Trocknen unweigerlich schrumpfen und ihr natürliches Aussehen verlieren.

Die Gefriertrocknungstechnik ermöglicht ein Haltbarmachen von Präparaten, das völlig schrumpfungsfrei ist und dadurch einzigartig in der Qualität. Es muss dabei nicht das ganze Präparat, sondern wie z. B. bei Vorschlagpräparaten eventuell nur die Trophäe gefriergetrocknet werden.

Was ist Gefriertrocknung?

Gefriertrocknung ist eine Methode, die durch hochmoderne Technik hartgefrorenen Objekten das Zellwasser entzieht, ohne die innere Struktur oder die äußere Form zu verändern. Um Wasser im gefrorenen Zustand zum Verdampfen zu bringen, wird das umgekehrte Prinzip des Druckkochtopfes angewandt.

Das heißt, der Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand liegt bei 1 atü Luftdruck bei 100° C., senkt man mit Hilfe der Vakuumpumpe in der Gefriertrockenanlage diesen Luftdruck entsprechend ab, so wird dieser Vorgang in den Minusgradbereich hinein verlagert und den gefrorenen Präparaten das Gewebswasser entzogen.

Die Anschaffungskosten einer großen Gefriertrockenanlage sind sehr hoch, dazu kommt noch der permanent hohe Energieverbrauch, deshalb wird dieses System nur von einigen wenigen Berufspräparatoren in Europa angewandt.